Erfolgreicher Abschluss unseres Projekts „Streuobstwiese für alle“ in Wulkow
Mit großer Freude blicken wir auf den erfolgreichen Abschluss unseres Projekts „Streuobstwiese für alle – Wir bepflanzen die Flicknerweide in Wulkow“ zurück. Dank der Förderung durch den European Climate Fund der E.ON Foundation konnten wir gemeinsam mit unserem Projektpartner „Äpfel und Konsorten – Streuobstwiesen und -äcker e.V.“ eine neue Streuobstwiese in Brandenburg anlegen und damit einen nachhaltigen Beitrag für Klima-, Arten- und Naturschutz leisten.
Gemeinsam haben wir etwas Bleibendes geschaffen
An zwei Pflanztagen Anfang Dezember 2025 kamen mehr als 40 engagierte Freiwillige zusammen, um auf der Flicknerweide in Wulkow insgesamt 20 hochstämmige Obstbäume zu pflanzen. Damit wurde nicht nur eine neue Streuobstwiese geschaffen, sondern auch die Grundlage für ein langfristig wertvolles Ökosystem gelegt.
Besonders wichtig war uns dabei die Auswahl alter und regionaler Obstsorten. Gepflanzt wurden traditionelle Apfel-, Mirabellen- und Zwetschgensorten, die zur Erhaltung der genetischen Vielfalt beitragen und einen wichtigen Bestandteil unserer Kulturlandschaft darstellen.
Ein Gewinn für Biodiversität und Klimaschutz
Mit dem Projekt konnte eine Fläche dauerhaft ökologisch aufgewertet werden. Die neu angelegte Streuobstwiese bietet künftig zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und stärkt die biologische Vielfalt in der Region.
Darüber hinaus leisten die gepflanzten Bäume einen langfristigen Beitrag zum Klimaschutz. Während ihres Wachstums binden sie CO₂, verbessern die Bodengesundheit und unterstützen einen ausgeglicheneren Wasserhaushalt. Gerade in Zeiten zunehmender Wetterextreme gewinnen solche naturnahen Landschaftselemente immer mehr an Bedeutung.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die extensive Beweidung der Fläche durch Schafe und Rinder. Diese traditionelle Form der Landnutzung sorgt dafür, dass die Streuobstwiese langfristig erhalten bleibt und ihren hohen ökologischen Wert weiter entfalten kann.
Mehr als eine Pflanzaktion
Das Projekt war weit mehr als das Pflanzen von Bäumen. Es brachte Menschen zusammen, förderte Umweltbildung und machte die Bedeutung von Biodiversität, regionalen Obstsorten und nachhaltiger Landnutzung erlebbar.
Unter fachlicher Anleitung konnten die Teilnehmenden wertvolle praktische Erfahrungen sammeln und ihr Wissen rund um Streuobstwiesen erweitern. Gleichzeitig entstand ein starkes Gemeinschaftsgefühl, das zeigt, wie viel durch gemeinsames Engagement erreicht werden kann.
Neben den Pflanzaktionen vor Ort begleiteten wir das Projekt über unsere digitalen Kanäle und Social-Media-Plattformen. Dadurch konnten wir mehrere tausend Menschen erreichen und für Natur- und Klimaschutz sensibilisieren.
Die Wirkung reicht weit über das Projektende hinaus
Auch wenn das Förderprojekt nun offiziell abgeschlossen ist, beginnt die eigentliche Wirkung der Streuobstwiese erst. Die gepflanzten Hochstamm-Obstbäume werden über viele Jahrzehnte wachsen, Lebensräume schaffen und einen wichtigen Beitrag zur CO₂-Bindung leisten.
Gleichzeitig bleibt die Fläche ein Ort für zukünftige Naturschutzmaßnahmen, Pflegeeinsätze, Umweltbildungsangebote und gemeinschaftliche Aktivitäten. Die während des Projekts entstandenen Netzwerke und Erfahrungen werden zudem in zukünftige Projekte von Deutschland Forstet Auf einfließen.
Die Pflanzungen haben sich im Verlauf des Frühjahrs sehr gut entwickelt, und es sind bislang keine Ausfälle zu beklagen. Der Standort erweist sich aufgrund der Grundwassernähe und der Beschattung als sehr gut geeignet. Alle Bäume sind gut angewachsen und zeigen einen kräftigen Austrieb sowie eine gesunde Blattentwicklung. Auch der Befall durch Schadinsekten und Schäden durch Wildtiere halten sich erfreulicherweise in einem sehr geringen Rahmen. Besonders die Bäume aus unserer eigenen Baumschule zeigen sich sehr robust, weil sie mit vergleichsweise vielen Feinwurzeln geliefert wurden.
Im Frühjahr 2026 wurden alle Bäume mit einem Bewässerungssack ausgestattet, der ein Fassungsvermögen von 70 Litern besitzt und während längerer Trockenperioden befüllt wird. Aufgrund der günstigen Witterung musste bislang lediglich einmal bewässert werden.
Für die zweite Jahreshälfte 2026 sind wir optimistisch und erwarten, dass sich die Bäume weiterhin erfolgreich etablieren und gesund weiterwachsen.
Unser Dank
Wir bedanken uns herzlich bei allen Freiwilligen, Unterstützerinnen und Unterstützern, unserem Projektpartner „Äpfel und Konsorten – Streuobstwiesen und -äcker e.V.“ sowie der E.ON Foundation für die Förderung im Rahmen des European Climate Fund.
Gemeinsam haben wir gezeigt, wie aus Engagement, Zusammenarbeit und einer gemeinsamen Vision ein Projekt entstehen kann, das langfristig Wirkung für Natur, Klima und Gesellschaft entfaltet.
Die neue Streuobstwiese in Wulkow ist ein sichtbares Zeichen dafür, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen.